Ich bin introvertiert.

Und zu den Eigenschaften eines Introvertierten gehört meistens, dass jede Handlung erst tausend mal genauestens durchdacht und geprüft wird, ehe sie ausgeführt wird. So ist es bei mir zumindest. Meist ist dann übrigens die Gelegenheit auch schon wieder vorbei.

Dieses Vorplanen, die Gedanken im Vorfeld und das natürlich auch damit verbundene Perfektionsstreben lässt die Hürde, etwas anzufangen, auf eine unbeschreibliche Höhe anwachsen. Und die Chance, dann etwas zu verwirklichen, damit fast auf Null sinken. Für Kreativität scheint hier schon gar kein Platz zu sein.

Doch genau hier liegt für mich die Lösung: in der Kreativität. Im kreativen und intuitiven Schreiben und Malen. Da kann ich einfach machen. Die Gedanken sortieren sich plötzlich selbst. Der flow kommt von alleine.

Einfach malen. Einfach schreiben. Einfach machen.

Intuitives Malen oder Schreiben, was heißt das?

Einfach hinsetzen, den Stift oder die Farben nehmen, die mich gerade ansprechen. Anfangen, ohne nachzudenken. Worte. Linien und Farben kommen einfach und ich bringen sie aufs Papier. Ohne Erwartungen, ohne Perfektionismus. Ich lasse meine Gedanken einfach laufen und meine Hand läuft mit. Die Vorstellung, das Ergebnis müsse perfekt sein, verschwindet. Es gibt einfach noch keine feste Vorstellung davon, was am Ende daraus wird. Und somit auch kein genaues Bild, das ich perfekt verwirklichen muss.

Einfach werden lassen.

Intuitiv arbeiten hat viel mit Ruhe zu tun. Das kommt mir als introvertierter Mensch natürlich sehr entgegen. Aber es ist auch für mich oft nicht leicht, in meine Ruhe zu kommen. Gerade, wenn der Tag durch To-Dos, Termine und unzählige Gedanken bestimmt wird.

Aber es ist essentiell für mich. Die Routine, mich morgens als erstes mit einer Tasse Tee hinzusetzen, um zu malen oder zu schreiben, gibt mir Ruhe und Kraft, dem Tag und meinen Aufgaben gelassen entgegen zu sehen.

Selbst meine „Frosch“-Aufgaben – die Aufgaben, die den grössten inneren Widerstand in mir auslösen – kann ich danach konzentriert und gezielt angehen.

Wenn das für mich heisst, einfach weiterschreiben zu können, damit ein blogartikel daraus wird, umso besser . Und deswegen ist dies im Rahmen der podcast-parade auch „nur“ ein blogbeitrag. Mein erster übrigens. Denn

#einfachmachen ist für mich auch #einfachanfangen.

 

Have a wonderful day!

Deine Monika

 

Diesen Blogbeitrag habe ich geschrieben im Rahmen der #podcast-Parade mit dem Thema #einfachmachen von Kerstin Wemheuer. Alle Beiträge kannst Du finden unter  www.wemheuer.de/podcast 


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