Schon als Kinder lernen wir, nicht über die Linien zu malen.

Nicht über Grenzen gehen, bleibe in Deinem Bereich.

Wenn Du darüber gehst, fällst Du auf.

Wirst Du korrigiert.

Bist Du außer der Norm.

 

Sichtbar werden? Nein, ich bleibe in der Ausmalzone …

Sagen, dass Du etwas gut kannst? Nein, dann bist Du ein Angeber ….

„ Naja, vielleicht bin ich auch wirklich nicht so gut.“ sind Deine Gedanken.

Groß malen? Groß denken? Ist nicht gefragt.

Ich bleibe in meiner Komfortzone. Hier ist es zwar eng und ungemütlich, aber ich bin sicher.

Keiner sieht mich. Keiner sieht meine Fehler.

 

Denn die Fehler, die werden sofort gesehen. Wie der Strich, der über die Linie gemalt wird.

Und sofort wegradiert.

Hoffentlich hat es keiner gesehen ….

 

Doch …

 

Doch vielleicht ist es gar kein Fehler?

Sondern ein kleiner Schritt außerhalb der Linie?

Außerhalb der Komfortzone?

 

Eine kleine zögerliche Linie.

Noch unsicher.

Deswegen sieht sie auf den ersten Blick aus wie ein Fehler.

Ist ja auch außerhalb der Grenzen. Außerhalb der Norm.

 

Doch die Linie will sich nicht mehr wegradieren lassen.

Sie will wachsen. Sich befreien.

Von der Linie zum dicken Pinselstrich werden.

Von gerade zu einem großen Schwung.

Von schmal und schwarz zu breit und bunt.

Von zaghaft zu kraftvoll.

 

Ein großer, geschwungener Pinselstrich in den schönsten Farben, die Du Dir vorstellen kannst.

Alle Farben, die Du in Dir trägst.

Deine Farben.

Du hast sie alle in Dir.

 

Lass sie raus.

Male über die Linien.

Zeig Dich.

Mache Fehler. Erlaube Dir daraus zu lernen und zu wachsen.

Du wirst größer. Noch größer.

 

Nimm den dicken Pinsel und male damit.

Schleudere ihn.

Spritze bunte Farbe auf Deine Umgebung.

Freu Dich, dass Du selber bunte Farbspritzer bekommst.

Geniesse Deine Farben.

Trag sie in Dir und trag sie nach außen.

 

Draw outside the lines.

Think outside the box.